IM SCHUTZ DES SPERRTORS

Das Hochwassersperrtor sichert den Wirtschaftsstandort Rheinhafen vor Hochwasser.

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Das Sperrtor

Allgemeine Informationen

Das einzigartige Hochwassersperrtor sorgt dafür, dass das Gebiet des Karlsruher Rheinhafens vor Überflutungen sicher ist. Es schließt bei 7,50 m Pegelstand Maxau. Dieser kann über Tel. 0721 19429 abgerufen werden.

Informationen über aktuelle Pegelstände bietet die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes auch online: Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice – ELWIS

Historische Entwicklung

Nach den schlechten Hochwasser-Erfahrungen im Jahr 1882 wurde das Hafengelände um durchschnittlich 3 Meter aufgefüllt. Damit lag das Gelände 20 Zentimeter unter dem bis dahin bekannten höchsten Hochwasserstand von 1882.

Zum Schutz des Hafens gegen noch höhere Wasserstände wurde damals bereits ein Absperrtor geplant, jedoch nicht realisiert. Stattdessen wurde um das Hafengelände herum ein Damm (Hafenringdamm) angelegt. Er sollte „das ganze Hafengebiet gegen die Niederung abschließen und eine Kronenhöhe von 80 Zentimetern über dem höchsten Hochwasser des Rheins von 1882“ haben (Bauingenieurzeitung vom 9. November 1901).

Die Ausbaumaßnahmen am Oberrhein haben zu einem Verlust an Rückhalteraum für das Hochwasser geführt. Deshalb sind in den letzten 30 Jahren vermehrt Hochwasserstände des Rheins aufgetreten, bei denen das Hafengebiet mit den ansässigen Industrie-, Umschlag- und Gewerbebetrieben öfter und höher überflutet wurden als in früheren Zeiten.

Weil bei der Überflutung der Mineralöl- und Flüssiggasvorratslager neben materiellen Einbußen für Betriebe auch erhebliche Umweltschäden entstehen können, hat die Stadt Karlsruhe 1982 im Auftrag des Landes Baden-Württemberg eine Untersuchung über Möglichkeiten eines verbesserten Hochwasserschutzes durchgeführt. Daraus entstanden die Pläne für ein Klappentor im Verbindungsbecken, im Abstand von 600 Metern zum Rhein.

Im Jahre 1984 hat der Gemeinderat der Vereinbarung mit dem Land zugestimmt, ein solches Hochwassersperrtor zu bauen.

An den Baukosten in Höhe von 15 Millionen Mark beteiligte sich das Land Baden-Württemberg mit 58,5 Prozent. Die Bauarbeiten begannen im Oktober 1985.

Für die Planung und Durchführung des Baus verantwortlich war der Karlsruher Architekt
Karl Platte
(† 2000) vom Architekturbüro Roßmann & Partner. Der Bund Deutscher Architekten würdigte das beeindruckende Bauwerk mit einer Auszeichnung. 

Seit Dezember 1987 ist das Tor betriebsbereit.

KVVH GmbH – Geschäftsbereich Rheinhäfen, Werftstr. 2, 76189 Karlsruhe, Tel. 0721 599-7402, info@rheinhafen.de